Kleine Kunstwerke 

Wanyon

- Die Wandler -

 

Die Zahl der Wanyon und Myrai ist in etwa ausgeglichen, so dass es von beiden Gruppe in etwa gleich viele gibt.

 

Wanyon werden diejenigen genannt, die von einem Tier auserwählt wurden und dadurch ein Totem besitzen.

Das Totem stellt quasi die tierische Seite in einem Wandler dar und ermöglicht es ihm sich in ein solches zu Verwandeln und auch in menschlicher Gestalt einige der Sinne, die für das jeweilige Tier ausschlaggebend sind, zu nutzen. Allerdings bleiben sie auch von den entsprechenden Schwächen nicht verschont.

 

Die Wandlung der menschlichen Gestalt in die eines Tieres ist gerade zu Anfang für den Wanyon recht schmerzhaft und auch anstrengend, wenngleich jener Schmerz mit der Anzahl der Wandlungen abnimmt und die Wandlung selbst mit der Zeit leichter und auch schneller von Statten geht.

Ein gewisser Schmerz wird dabei allerdings immer bleiben, immerhin verformen sich Knochen und Gewebe nicht gerade unerheblich und selbst die erfahrendsten Wanyon brauchen für die Verformung ihres Körpers einige Augenblicke, in welchen sie besonders Angreifbar sind. Für die meisten gehört jener Schmerz jedoch schlicht und ergreifend zu ihrem Dasein und sie sehen ihn als Teil ihres Lebens an oder auch als Preis für die Gaben der Natur.

 

Jeder Wanyon besitzt lediglich ein Totem, das sich auch in seinen Charakterzügen widerspiegelt, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Der Mensch sucht sich selbst dieses auch nicht aus, er wird von seinem Totemtier erwählt. 

 

Eines der wichtigsten Erlebnisse im Leben eines Wanyon ist die erste Wandlung, die nach der Erwählung durch sein Totemtier in einem feierlichen Ritual vollzogen wird. Dieses Ritual kann in seinem sehr kleinen, vertrauten Kreis stattfinden oder aber auch als großes Fest gefeiert werden, je nachdem welche Vorlieben der Auserwählte hat.

Ein Wanyon weiß, dass er erwählt wurde, wenn er von seinem Totemtier in seinen Träumen besucht wird und diesem ihm nach und nach die Welt aus seinen Augen zeigt. Fangen diese Träume zumeist recht harmlos an, indem der Erwählte immer wieder ein bestimmtes Tier in seinen Träumen sieht, werden sie nach und nach immer intensiver, bis er selbst zu diesem Tier wird.

Anders als Träume, die einfach der Verarbeitung von Erlebnissen dienen, kehren diese prophetischen Träume mehrfach wieder und sie sind für den Träumenden äußerst real. Der Erwählte weiß, wann es an der Zeit ist einen Wanyon seines Vertrauens aufzusuchen, der ihn durch die erste Wandlung führt.

 

Wird ein Wanyon bewusstlos oder stirbt, wandelt er sich zurück in seine menschliche Gestalt.

 

Bekannte Totems:

 

Totem Hund

+ Loyal, Freundschaftlich, Hilfsbereit +

 

Der Hund besitzt ein hohes Maß an Sensibilität und kann Gefühle gut deuten, zudem ist er sehr Loyal. Die Familie steht bei ihm an erster Stelle, er zeigt sich treu, loyal und mutig, wenn es darum geht 'seine' Familie zu beschützen. Er ist ein aufopferungsvoller Bewacher und Beschützer, selbst in schweren Situationen.

Anders als die Wölfe, haben sich diese Tiere völlig den Menschen angepasst. Ein gesunder Hund ist niemals aggressiv, aber er wird seine Kräfte einsetzen für diejenigen, die ihm wichtig sind - er ist ein Verteidiger, kein Kämpfer um des Kampfes willen.

- Kompromisslos, Leichtgläubig, Impulsiv -

 

   

 

 

Totem Katze

+ Unabhängigkeit, Lautlosigkeit, Geheimnisvoll +

 

Ihr geheimnisvolles Wesen macht die Katze vielleicht ein wenig suspekt, diese Schöne der Nacht, die eben noch völlig außer sich gerät beim Streicheln von der Hand des geliebten Menschen, sich kurze Zeit später aber in ein sehr effektives Raubtier verwandelt - sobald sie nämlich in eigener Sache unterwegs ist.

Vor allem gibt so ein Mensch nichts darauf, was andere über ihn denken – mit gelangweilter Miene zieht sich so eine Persönlichkeit in ihre eigene, geheimnisvolle Welt zurück. Das macht in vielen Teilen das Wesen der Katzen aus: die Unabhängigkeit.

"Mach dich nicht abhängig von den Launen und den Meinungen der anderen oder von toten Dingen. Sei ganz du selber und sei Herrscher in deinem eigenen Leben und Bereich. Du schuldest nichts, du gibst nur freiwillig - aber das von ganzem Herzen."

- Egomanisch, Verschlagen, Sensibel -

 

 

Totem Wolf

+ Intuition, Gemeinschaft, Weisheit +

 

Der Wolf bringt eine gewisse Rastlosigkeit mit sich. Es fällt ihnen leicht, sich gedanklich in verschiedene Richtungen zu orientieren, was mit einem großen diplomatischen Geschick einhergeht. Sie müssen nur aufpassen, dass sie sich nicht zu leicht von anderen beeinflussen lassen oder alles persönlich nehmen. Der Wolf ist ein Tier mit einem hohen Maß an Familiensinn. Der Wolf steht in der Nahrungskette ganz weit oben und ist ein starker Anführer.

- starkes Rudelverhalten, Freiheitsliebend, Rastlos -

 

   

 

 

Totem Fuchs

+ Tarnung, Klugheit, Diplomatie +

 

Der Fuchs bringt dir als Totem die Kunst der Tarnung. Zudem lehrt er dich, deine Umgebung und deine Mitmenschen genau zu beobachten. Der Fuchs ist klug, kreativ und anpassungsfähig . Die Schläue der Füchse ist emotionsgeladen, kein kaltes Kalkül.

Das Wesen des Fuchses ergibt sich zum Teil aus der Art wie er analysieren kann - ihm entgeht nichts. Er weiß, wann es Zeit ist, sich zurückzuziehen oder auch zum Sprung anzusetzen. Ein verspielter Clown kann er sein - ein Gaukler in feuerrotem Kostüm, doch sein Anliegen ist ernst.

"Verwechsle kluges Taktieren nicht mit Falschheit, das Anpassen nicht mit Schwäche und das Beobachten nicht mit Trägheit. Nutze, was dir möglich ist, ohne zu viel von dir preiszugeben."

- Scheu, Schreckhaft, sehr emotional, keine Führungsqualitäten -

 

   

 

 

Totem Panther / LEOPARD

+ Führung, Entscheidungskraft, Bestimmtheit +

 

Das schöne Tier beherrscht seinen Lebensraum durch seine Präsenz, seine Kraft und seine Fähigkeiten. Er ist außerordentlich sensibel, was seine Umwelt betrifft, und als Jäger kaum zu schlagen.

Der schwarze Leopard ist weitaus weniger gut getarnt ist als ein gefleckter, er muss bessere Jagdtstrategien entwickeln um zu überleben. Wenn der Panther zögert, hat er einen guten Grund. Wenn er sich verbirgt, hat das einen Sinn, und wenn er sich zeigt, dann will er genau das: gesehen werden. Wenn er den Absprung wagt, dann mit aller Kraft und dem Ziel fest im Blick.

- Tyrannisch, Stolz, Einzelgänger -

 

   

 

 

Totem Tiger

+ Stärke, Wildheit, Souveränität +

 

Tiger sind keine Einzelgänger, man weiß, dass Geschwister oder Paare oft jahrelang zusammen leben und jagen. Bei so mächtigen Tieren funktioniert das nur, wenn der nötige Respekt vorhanden ist und die Fronten geklärt sind.

Die schöne große Katze gilt als der Inbegriff von Stärke und Wildheit, Sinnbild der Souveränität und der Macht.

Der Tiger ist ein Wächter und Beschützer - und das möchte er auch sein, wenn er erscheint.

- Machtgierig, Aggressiv, Unberechenbar -

 

   

 

 

Totem Löwe

+ Autorität, Selbstvertrauen, Macht +

 

Sein Auftreten ist imposant - und wenn er brüllt, erzittert die Savanne.

Wie man weiß, haben die männlichen Löwen eine eher schützende Aufgabe. Sie jagen kaum, gehen eher sparsam mit ihren Kräften um, da sie diese im Kampf um Revier und Familie dringend brauchen.

Die Löwinnen sind die Hauptverantwortlichen bei der Jagd und die Löwenmännchen zur Verteidigung des Rudels.

- Überheblichkeit, Arroganz, Statusgeilheit -

 

   

 

 

Totem Bär

+ Anpassungsfähig, Kräftig, Zuverlässig +

 

Kraftvoll und unerschütterlich, ruhig und gelassen scheint der Bär zu sein - aber er verlangt absoluten Respekt für sich und das, was er ist. Er verschwendet seine Kraft nicht unsinnig, er geht mit sich und seinen Ressourcen auf die bestmöglichste Art um - und er leistet sich, im Bewusstsein um seine Kraft und seine Fähigkeiten, auch einmal eine Zeit auf der "faulen Bärenhaut".

Zuverlässigkeit und Bescheidenheit sind zwei herausragende Eigenschaften des Bären

"Vertraue auf deine Kraft, nutze sie - aber vergeude sie nicht. Wovor solltest du dich fürchten? Niemand kommt dir gleich und niemand kann dir etwas antun, wenn du nur Vertrauen hast."

- Jähzornig, braucht viel Schlaf, wird im Winter träger -

 

 

 

Totem Stier

+ Stärke, Standhaftigkeit, Geduld +

 

Der Stier steht für Selbstsicherheit und Standhaftigkeit. Er zeichnet sich durch Beharrlichkeit aus, er geht immer umsichtig mit seiner 'Herde' um. Er ist stark – wirkt teilweise stoisch durch seine Geduld und Besonnenheit. Er hat ein großes Vertrauen in seine Gemeinschaft und nimmt deren Hilfe gerne an. Fremden hingegen ist er misstrauisch und zumeist auch sehr aggressiv.

- Starrsinnig, Aggressiv, Undankbar -

 

 

Totem Pferd

+ Stärke, Weisheit, Ausdauer +

 

Das Pferd ist Symbol für Energie, Kraft und Geschwindigkeit. Sie sind freiheitsliebend und brechen gerne zu neuen Ufern auf. Das Pferd ist ein Fluchttier und bei Gefahr reagiert es oft sehr Impulsiv. Ihr erster Instinkt ist die Flucht, Die Herde ist zu wichtig.

Sie sind Symbole der Freiheit, springen sie doch mühelos über Zäune und Mauern, fast nichts kann sie aufhalten. Mit ihren wachen Augen und aufmerksamen Ohren haben sie starke Sinneswahrnehmungen, sie haben eine tiefe Verbundenheit mit ihrer Umgebung und mit dem Menschen, ein Bild für die eigene Seele.

Sie spüren die Menschen, Angst, Ärger, Freude und reagieren darauf – es gibt kaum einen besseren Spiegel in der Tierwelt als Pferde.

- Sprunghaftigkeit, Egoismus, Machtmissbrauch -

 

 

 

Totem Hirsch

+ Würde, Anmut, Kraft +

 

Er zeigt stets Würde und Integrität, auch in schwierigen Situationen strahlt er nach außen hin absolute Kontrolle aus.

Durch seine starke Naturverbundenheit ist er ein Freigeist, der die Enge scheut und keinen materiellen Werten nacheifert. Er ist Stolz und Verschlossen, beobachtet viel und gerne ohne aktiv einzugreifen.

Hirsche gelten nicht als große Kämpfer, und tatsächlich fliehen sie eher, als dass sie sich stellen.

Müssen sie sich stellen, sind sie keine leichten Gegner. Es geht darum, die Herde zu schützen – sie zusammenzuhalten und für die Sicherheit zu sorgen. Das Rotwild der Wälder ist eins mit der umgebenden Natur, es bekämpft weder sie noch andere Lebewesen.

- Scheu, meidet enge Räume / braucht Freiraum, redet nicht viel -

 

   

 

 

Totem Affe

+ Neugierde, Verspieltheit, Lebensfreude +

 

Sie turnen mit unglaublicher Leichtigkeit in den Baumkronen der Bäume, spielen rasante und wilde Spiele und sind gewitzte kleine Spaßmacher. Die fast schon sprichwörtliche Neugierde der Affen ist eine ihrer herausstechendsten Eigenschaften - alles was neu und unbekannt ist, wird untersucht, gedreht, gewendet und gerne auch einmal gekostet. Sie nehmen selten etwas wirklich ernst, außer es geht um die Gruppe, Affen haben ein sehr großes Gemeinschaftsempfinden und kämpfen unerbittlich, sehen sie diese in Gefahr.

- Leichtsinnig, Kindisch, Unvorsichtig -

 

 

Totem Schlange

+ Schnelligkeit, Anmut, Kraft +

 

Die Schlagen steht für den Wandel und die Veränderung. Den Schlangen wird Weisheit zugeschrieben. Sie versucht meist sich ohne Umwege auf ihr Ziel zuzubewegen und ist dabei fast lautlos. Wer ihr dabei im Weg steht, wird schon mal mit unfairen Mitteln aus dem Weg geschafft. Sie ist vorsichtig und sehr sensibel, was ihre Umwelt anbelangt. Schnelligkeit ist ihr eigen, solange ihr nicht kalt wird. Lautes meidet sie, dafür ist sie eine wahre Sonnenanbeterin und nie weit von solchen Plätzen entfernt. 

- Kälteempfindlich, Geräuschempfindsam, Aggressiv -

 

   

 

 

Totem Adler

+ Kraft, Weisheit, Weitsicht +

 

Erhaben, stolz und mächtig zieht er seine Kreise am Himmel. Er steht seit jeher als Symbol für Würde, Gerechtigkeit, Überblick, Herrlichkeit und Siegeskräfte über das Böse. Der majestätische und freie Flug erlaubt eine Vogelperspektive und er sieht Dinge oft von einem ganz anderen Blickwinkel, er ist Detailverliebt und Zielstrebig.

- Kompromisslos, Egomanisch, Einzelgänger -

 

 

Totem Eule

+ Weisheit, Gerechtigkeit, Nachtsicht +

 

Sie fliegt in der Dämmerung, ihre Augen können das Dunkel durchbrechen - für die Eule sind die Dinge im Schatten der Nacht sichtbar. Die Eule symbolisiert als einsamer Jäger in der Nacht zudem die Kraft der Unabhängigkeit.

Eulen sind vielseitig interessiert und lieben ihre Unabhängigkeit, was den Umgang mit ihnen bisweilen schwierig gestaltet. Für gewöhnlich hat die Eule einen großen Gerechtigkeitssinn, doch wird sie auch nicht selten überheblich bis taktlos, wenn jemand eine andere Meinung vertritt als sie selbst.

- Überheblichkeit, Taktlosigkeit, Egoismus -